Das Festspielhaus Hellerau

hell-haus hell-ost Musikpädagoge Émile Jaques-Dalcroze war der Ideengeber einer Anstalt für rythmische Gymnastik unweit von Dresden – verwirklicht wurde diese Idee 1910 mit dem Bau der Festspielhausanlage in Hellerau. Vier Jahre später, zu Beginn des ersten Weltkrieges, sah sich Dalcroze gezwungen das deutsche Reich zu verlassen und überließ das Haus sich selbst. 1920 entstand eine reformpädagogische Schule, die ein Jahr später, durch Alexander Neill zur renommierten Summerhill-Schule wurde. 1933 scheiterte die Fortführung des Hauses als Auftrittsort anhand des zweiten Weltkrieges und der zunehmenden Entartung moderner Künste. Ab 1939 war im Festspielhaus eine Polizeischule der Nationalsozialisten untergebracht. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges nutzte die Rote Armee das Gebäude als Lazarett, Sporthalle und Kaserne. 1992 begannen umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, die erst 2006 abgeschlossen waren und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste entstand in dem Haus. Der Ostflügel des Areals ist bis heute unsaniert und erinnert an die Zeit der beiden Kriege.

Projekt XSTAC!

http://hellerau.org


 

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